Auf ihrem Weg durch Städte und Länder hat die Designerin und Illustratorin Eva Klose ihren eigenen Stil und viel Gespür für die Botschaften ihrer Auftraggeber*innen entwickelt. Das spiegelt sich auch im Bulletin wider, das sie in ein frisches, neues Design gehüllt hat.
Wie es anfing
Die Liste der Orte, an die es Eva Klose nach ihrer Kindheit und Jugend in Heidelberg gezogen hat, ist lang. Das Design-Studium in Mainz und Brüssel, dann Berufsstationen in Paris und Berlin. Auch in Den Haag und Amsterdam hat die Designerin und Illustratorin gelebt und gearbeitet. Jede ihrer Stationen brachte neue Impulse – durch Arbeitgeber, Auftraggeber, ein jeweils anderes kulturelles Selbstverständnis von Stadt und Land. Und auch durch die Sprachen, denen sie begegnete und die sie lernte. „Ich liebe es, in einem internationalen Team zu arbeiten“, sagt sie. „Wenn Menschen unterschiedlich geprägt sind, kommen oft die besten Ideen zusammen.“
Heute unterstützt sie vor allem Unternehmen beim klaren Formulieren ihrer Firmen-Identität und deren Umsetzung in Form des Corporate Designs. Wenn Identity und Design ineinander greifen, sei es ein leichtes, die Botschaften der Unternehmen konsistent und ansprechend für Mitarbeitende und Kund*innen zu kommunizieren, sagt sie.
Ernsthafte Themen luftig und mit Spaß umsetzen
Als Freelancerin hat Eva unterschiedlichste Auftraggeber. Eine Ballett Kompanie, ein niederländisches Konzerthaus und ein großer Träger von Kindertagesstätten profitieren von ihrer Kreativität. Doch die Designerin liebt besonders die scheinbar schwierigen Fälle. „Ich mag Herausforderungen“, sagt sie. Wie entwickelt man zum Beispiel eine neue Bildsprache für eine große, international tätige Versicherung? Oder welche Komponenten braucht es für eine wissenschaftliche Expedition des Heidelberger EMBL, die sich an Wissenschaftler und Laien gleichermaßen wendet? Wie begeistert man Menschen für das Thema Molekularbiologie?
„Bei beiden Institutionen spielen natürlich Fachkompetenz und eine seriöse Ausstrahlung eine zentrale Rolle“, sagt sie. Was allerdings nicht bedeute, dass auch die Außendarstellung automatisch spröde oder vorhersehbar sein müsse. „Corporate Communication kann gerade dann auch luftig sein und mit Spaß assoziiert sein.“ Ein wenig Überzeugungskraft sei manchmal nötig, um dies dem Kunden zu vermitteln – meist aber mit Erfolg.
Ihre Arbeit in den Niederlanden hat Eva sehr geprägt: „Ich möchte den Kern dessen verstehen, was meine Auftraggeber ausmacht. Was macht sie in ihrem Umfeld besonders? Ist es ihre Geschichte, besondere Dienstleistungen oder ein innovatives Produkt?“, sagt die Designerin. „Beim Entwickeln des Corporate Design entwerfe ich dann die nötigen Tools wie Logo, Formensprache, Schriften, Farbenfamilien, Photographie- oder Illustrations-Sprache, mit denen sich dieser Kern überzeugend transportieren lässt.“
Ankunft in der MARLENE 42
Vor einiger Zeit ist Eva in ihre Heimatstadt zurückgezogen und ist froh, dass sie mit der MARLENE 42 jetzt auch ein berufliches Zuhause gefunden hat. „Home-Office ist auf die Dauer einfach nichts für mich“, sagt sie. „Mir hat der Austausch mit anderen Kreativen gefehlt.“ Das Schnörkellose ihres Raumes, die vier Meter hohen Decken – hier findet sich genug Offenheit, in der sie Ideen entwickeln und zu einem Ganzen zusammensetzen kann.
Auch die Mischung aus Modernität und Geschichte begeistert sie, erlebbar zum Beispiel an den Metallringen zwischen den Türen, an denen die Pferde angebunden wurden. Aber auch das manchmal etwas Absurde gefällt ihr. „Besucher haben es gelegentlich ein bisschen schwer“, sagt sie und lacht. „Weil wir 42 heißen, in der Nummer 2 sind, obwohl 31 am Haus steht.“ Aber schließlich sind Probleme ja immer auch Spielwiesen um Lösungen zu finden.
Mehr über Eva Klose:
Instagram: @eva_klose.design
www.evaklose.com
Standort: MARLENE 42